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Die Beratungsstelle von KiDs bietet Beratung und Begleitung in Diskriminierungsfällen an, die junge Kinder im Alter von 0 bis 8 Jahren betreffen.

KiDs berät dabei zu allen Lebensbereichen, in welchen junge Kinder von Diskriminierungen betroffen sein können, wie z.B.:

  • Kindertageseinrichtungen
  • Übergang Kita – Schule
  • Schule
  • Freizeit- und Sportangebote
  • Ämter und Behörden
  • Gesundheitsversorgung/-angebote

…und zu vielen weiteren Lebensbereichen.

Das Beratungsangebot richtet sich u.a. an erwachsene Personen, welche die Verantwortung übernommen haben, Kinder vor Diskriminierung schützen – also Eltern und Sorgeberechtigte, Bezugspersonen, Erzieher_innen, Lehrer_innen und weitere pädagogische Fachkräfte.

Die Beratungsstelle möchte durch die Beratung dazu beitragen, dass Kinder sich diskriminierungsfrei entwickeln können und frühzeitig lernen, sich gegen Diskriminierung zu wehren. Gerade deshalb ist ein zentraler Bestandteil einer adultismussensiblen Beratung, die Perspektive des Kindes konsequent in den Beratungsprozess einzubeziehen, um den Beratungsverlauf und die Lösungsansätze mit den Bedürfnissen der Kinder abzustimmen.

Je nach Einzelfall möchten wir in der Beratung auch die Kinder direkt in den Beratungsprozess mit einbeziehen, um ihre Bedürfnisse und Vorschläge sichtbar zu machen und in den weiteren Beratungsablauf einzubauen.

Zudem arbeiten wir auch daran, wie der direkte Zugang zur Beratung für Kinder gestaltet werden kann, damit sie sich auch eigenständig an die Beratungsstelle wenden können.

In der Beratung können nicht nur Einzelfälle von Diskriminierung besprochen werden, sondern auch Fälle, in denen sich die Organisation oder Struktur einer Einrichtung diskriminierend auf Kinder auswirken kann.

Die Beratung von KiDs ist kostenfrei und kann in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Türkisch, Englisch, Spanisch und Arabisch) erfolgen - bei Bedarf können Gebärdensprachdolmetscher_innen oder Dolmetscher_innen für weitere Sprachen hinzugezogen werden.

Die Beratung bei KiDS entspricht dabei den Standards einer qualifizierten Antidiskriminierungsberatung und erfolgt daher nach bestimmten Prinzipien:

Parteilichkeit. Die Perspektive der Ratsuchenden ist Ausgangspunkt der Beratung und Intervention, und wird vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Machtverhältnisse und Ungleichheitsstrukturen betrachtet. Für KiDs stehen dabei vor allem die Interessen des Kindes bzw. steht das Wohl des Kindes im Zentrum und direkte Gespräche mit dem Kind werden gesucht (je nach Alter).

Die Beratung erfolgt unter den Vorgaben der Vertraulichkeit und Transparenz: Die Beratung ist ein geschützter Raum für Ratsuchende und die Berater_innen sind einer Schweigepflicht verpflichtet. Jeder Arbeitsschritt im Beratungsprozess wird dem_der Ratsuchenden erklärt und mit ihm_ihr abgesprochen.

Dabei berät KiDs im Rahmen des horizontalen Ansatzes hinsichtlich Diskriminierungserfahrungen aufgrund aller Diskriminierungsdimensionen und mehrdimensionaler Diskriminierung.

Empowerment: Hier ist die Stärkung des Kindes im Sinne der Selbstermächtigung, direkt im Gespräch oder indirekt durch die Stärkung der Eltern bzw. Bezugspersonen, gemeint. Betroffene fühlen sich oft machtlos und hilflos, und fühlen sich in der passiven Rolle als die, mit denen etwas gemacht wird. Der Empowermentprozess zielt darauf ab, dass die Betroffenen sich wieder als aktive Akteur_innen erleben und für ihre Rechte eintreten.

Der individuelle Beratungsprozess kann unterschiedliche Aspekte umfassen:

  1. Ein informierendes Erstgespräch, in welchem der Vorfall besprochen und über Interventionsmöglichkeiten und Rechte der Kinder oder anderer betroffener Personen aufgeklärt wird.

  2. Eine umfassende Beratung und Begleitung der Kinder und ihrer Bezugspersonen, in der die Diskriminierungserfahrung/en, Ziele und Wünsche besprochen werden. Im Beratungsverlauf kann auch zu den rechtlichen Grundlagen und Handlungsmöglichkeiten beraten werden.

  3. KiDs übernimmt auf Wunsch eine aktive Rolle gegenüber den beteiligten/ involvierten Einrichtungen und Personen und schreibt Beschwerdebriefe, begleitet zu Gesprächen und unterstützt die Ratsuchenden bei der Klärung ihres Anliegens.

  4. Alle Beratungsanfragen und Diskriminierungen werden anonym dokumentiert.

  5. KiDs arbeitet eng mit anderen Beratungsstellen in Berlin zusammen. Wenn nötig wird im Rahmen einer Verweisberatung eine andere Beratungsstelle hinzugezogen.

KiDs berät auch Einrichtungen und Organisationen, welche sich mit Diskriminierungsvorfällen oder diskriminierenden Strukturen auseinandersetzen wollen oder sich präventiv informieren wollen.

Hierbei werden insbesondere auch die Erfahrungen und Fortbildungsangebote der Fachstelle Kinderwelten von ISTA in die Beratung einbezogen.

Wir bieten selbst kein Formular zum Melden von Diskriminierung an.

Unser vertrauenswürdiger Partner, das Berliner Netzwerk gegen Diskriminierung in Schule und Kita sammelt zentral Fälle von Diskriminierung.

Das finden wir sinnvoll!

Melde Diskriminierung!

zum Formular auf benedisk.de